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TagNacht 2018 Serie 1

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TagNacht 2018 Serie 2

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TagNacht 2018 Serie 3

TagNacht 2018 Serie 3

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Bericht

Am 10./11. August wurde in Altnau die 47. TagNacht Regatta durchgeführt.

4 Jahre nach der Gründung des Altnauer Segelclubs war die Geburtsstunde dieser schon fast geschichtsträchtigen Regatta, die jeweils am letzten Freitag der Schulferien stattfindet.

Schon am Freitag Nachmittag herrschte geschäftiges Treiben im Altnauer Hafen. Die Skipper und ihre Mannschaften fanden sich ein, um ihre Schiffe zu melden und die meisten Segler waren danach auch bereits eingekleidet in die weissen Polo Shirts mit ASC Wimpel, die dank dem Hauptsponsor, der Firma Binder GmbH, ausgegeben werden konnten.

Um 17.15 Uhr war die offizielle Begrüssung durch den ASC und anschliessend die Steuerleute-Besprechung, bei der noch einmal der Segelkurs und das Startprozedere erläutert und wichtige Informationen zum Segeln bei Nacht und den zu erwartenden Wetterverhältnissen vermittelt wurden.

Wie immer vor Wettläufen und besonders vor solch grossen Regatten war die Spannung fast greifbar. Immerhin waren 90 Schiffe gemeldet.

Die internationale TagNacht Regatta ist nicht nur eine Langstreckenregatta; sie zählt auch zur Bodenseewertung.  Vor eine spezielle Herausforderung wurde das OK dieses Jahr durch den extrem niedrigen Wasserstand gestellt. Viele Schiffe kamen nicht mehr durch die Hafeneinfahrt und mussten vor dem Hafen ankern. Ein eigens dafür organisierter Shuttle-Dienst brachte die Segler von ihren Schiffen an Land und rechtzeitig auch wieder zurück auf’s Schiff.

Punkt 19.30 Uhr war der Start der ersten Gruppe. Die Start-/Ziel-Linie war die Verlängerung des Steges. Im Abstand von jeweils 5 Minuten folgten die anderen 3 Gruppen.

Für die Zuschauer an Land kommentierte Felix Somm, was es mit den Hup- und Schuss-Signalen und mit den wechselnden Flaggen beim Start auf sich hat. Er erklärte auch, nach welchen Kriterien die vielen unterschiedlichen Schiffe bei einer gemeinschaftlichen Regatta nach Yardstick und ORC gewertet werden. Und er gab zu einzelnen Schiffen ein paar Eckdaten bekannt und vermittelte so ein Gefühl für die Individualität der ganzen Flotte.

Ein besonderes Bild bot sich den Zuschauern durch den Nordostwind: Die Regel besagt, dass nicht mit Spinnaker gestartet werden darf aber unmittelbar nach dem Start tauschten die Schiffe ihre weissen Vorsegel gegen die grossen, bunten Spinnaker ein und rauschten dem Sonnenuntergang entgegen Richtung Konstanz, wo die erste Boje gerundet werden musste. Von dort aus führte der Kurs weiter nach Hagnau und dann – für die meisten Schiffe schon bei tiefer Dunkelheit – quer über den See nach Güttingen zur letzten Boje, bevor es wieder Richtung Altnau über die Ziel-Linie ging.

Das 1. Schiff, ein Mehrrumpf-Boot, schaffte die rund 25 km lange Strecke in gut 1 Stunde und 6 Minuten. Alle anderen Katamarane folgten in Abständen von Minuten. Bis die ersten Yachten das Ziel erreichten, dauerte es dann aber doch noch etwas länger. Der Wind flaute stark ab, so dass sich einige Schiffe regelrecht in’s Ziel quälen mussten. Wettfahrtleiter Kurt Hess und sein Team arbeiten konzentriert.

Beni kündigte jeweils an, wenn er das nächste Schiff auf der Zielgeraden sah und dass es höchstens noch 20 Minuten dauere, worauf Bruno und Max schon hektisch nach den Stiften griffen, um Zeit und Nummer aufzuschreiben. Manchmal trogen aber auch die Lichter. Max Gigli meinte zwischendurch, dass man nicht alles aufschreiben müsse; wenn statt GER, AUT oder SUI „HB“ vor der Nummer stünde, dann sei das ein Flugzeug…..

Das letzte Schiff überquerte die Ziellinie um 01.48 Uhr.

Für die meisten Segler ist der gesellige Teil bei der TagNacht mindestens genauso wichtig, wie der Wettkampf. Hungrige wurden bis weit nach Mitternacht im Festzelt bewirtet, für alle anderen stand am See die Bar bis in die Morgenstunden bereit.  Am Samstag gegen 10 Uhr fanden sich die Segler wieder im Festzelt zur Rangverkündigung ein. Jeweils die ersten 3 Schiffe der einzelnen Klassen durften einen Preis entgegen nehmen. Viele weitere Sachpreise wurden unter allen Schiffen verlost, so dass wirklich jeder die Chance auf ein Andenken an die TagNacht Regatta hatte.

Dass die TagNacht Regatta nunmehr seit 48 Jahren bei Seglern vom ganzen Bodensee geschätzt und beliebt ist, verdankt der ASC einzig und allein den vielen Helfern, die sich mit viel Zeit und Herzblut für den Anlass engagieren.